Das RESAVER-Modell („Retirement Savings Vehicle for European Researchers“) ist eine EU-weite, beitragsorientierte betriebliche Altersvorsorgelösung für Forschungseinrichtungen, Universitäten und wissenschaftsnahe Unternehmen. Beiträge werden kollektiv eingezahlt, individuell zugeordnet und kapitalmarktbasiert veranlagt. Die Verwaltung erfolgt durch spezialisierte Dienstleister, während die Veranlagung extern gemanagt wird.
Die Finanzierung kann durch Arbeitgeberbeiträge (in Österreich bis zu 10 % der Gehaltssumme zuzüglich Versicherungssteuer) sowie durch freiwillige, steuerlich begünstigte Arbeitnehmerbeiträge erfolgen. Die künftigen Versorgungsleistungen hängen ausschließlich vom Veranlagungserfolg ab; das Kapitalanlagerisiko trägt die versicherte Person, da keine Mindestverzinsung oder Nachschusspflicht des Arbeitgebers vorgesehen ist.
Steuerlich sind Leistungen aus Arbeitgeberbeiträgen im Leistungsfall voll lohnsteuerpflichtig, während Leistungen aus geförderten Arbeitnehmerbeiträgen steuerfrei sein können. Kapitalabfindungen unterliegen begünstigten Besteuerungsregeln.
Als zentrale Vorteile gelten für Arbeitgeber planbare Kosten, steuerliche Absetzbarkeit und ein Instrument zur Mitarbeiterbindung. Arbeitnehmer profitieren von Portabilität innerhalb Europas, unverfallbaren Anwartschaften, lebenslangen Rentenoptionen und der Möglichkeit zusätzlicher Eigenbeiträge.
Demgegenüber bestehen Risiken in Form fehlender Garantien, möglicher Rentenschwankungen sowie der Abhängigkeit vom Kapitalmarkt. Eine individuelle Beratung und die Beachtung arbeits- und steuerrechtlicher Rahmenbedingungen werden daher empfohlen.
